Entwicklung und Struktur
Von Offenen Hilfen über ein umfangreiches Wohnangebot bis hin zum Tagungs- und Freizeithaus reicht das heutige Angebot des Vereins Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e.V. Rheinisch-Bergischer Kreis und Köln-Porz und seiner Gesellschaften.
Der Verein schloss sich 1971 aus den beiden Ortsvereinen Bergisch Gladbach (1962 gegründet) und Köln-Porz (1965 gegründet) zur heute noch bestehenden Kreisvereinigung zusammen. Der Grund für diesen Zusammenschluss lag in den fehlenden Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Werkstätten oder Wohnhäuser) für Menschen mit Behinderung.
Die eigene Betroffenheit von Eltern, die Sorge um die Zukunft ihrer behinderten Kinder und der feste Glaube an die Möglichkeiten zur Schaffung einer guten Lebensqualität für diese standen bei der Gründung im Vordergrund. Auch ging es darum, sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und Brücken zu schlagen zu anderen Eltern mit Kindern mit und ohne Behinderung.
Konkret waren Angebote zur Beratung und Entlastung der Eltern, wie in den Bereichen Wohnen und Freizeit vonnöten. Hier gelang es mit viel ehrenamtlichem Engagement - an hauptamtliche Mitarbeiter war noch nicht zu denken - erste Initiativen ins Leben zu rufen.
Bis zum ersten Wohnhaus (1982) war es noch ein weiter Weg, der mit dem Sammeln von Geldern, dem Stellen von Anträgen in einem gänzlich unbekannten Gebiet und dem Überwinden vieler bürokratischer Hindernisse gepflastert war. Danach folgten weitere Wohnhäuser bis z
u einer heute gut ausgebauten “Wohnhauslandschaft”.
Parallel zu den Anstrengungen bei der Errichtung und Gestaltung der Wohnhäuser stand der Ausbau von Beratung, Weiterbildung und Entlastung der Eltern. Hieraus erwuchs das Serviceangebot der Offenen Hilfen (1991: damals noch FED - Familienentlastender Dienst), der Ausbau der Geschäftsstelle, die Fortführung und Weiterentwicklung der Jugend- und Freizeitarbeit.
Als Mitgesellschafterin bei den Gemeinnützigen Werkstätten Köln und Mitgesellschafterin der Lebenshilfe Werkstätten Leverkusen Rhein-Berg gGmbH trägt die Lebenshilfe zu Entwicklung und Erhalt behindertengerechter Arbeitsplätze bei. Diese Bemühungen gingen bis hin zu dem im Jahre 2003 gegründeten Integrationsunternehmen Hotel FIT in Much.
Oberstes Gremium des weit über 400 Mitglieder zählenden Vereins ist die Mitgliederversammlung. Die unmittelbaren Aktivitäten werden gelenkt vom Vorstand und einem hauptamtlichen Geschäftsführer, der ebenfalls den beiden Tochtergesellschaften (WMB und Lebenshilfe Beschäftigungs- und Dienstleistungs-gGmbH) vorsteht.
So erwuchs seit den sechsiger Jahren aus dem Mut einiger Eltern, die Öffentlichkeit zu suchen und ihrem Anliegen, bestmögliche Bildungs-, Arbeits- und Wohnmöglichkeiten für ihre behinderten Kinder zu schaffen, ein professionelles Leistungs-, Versorgungs- und Beratungsnetz für Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörige.
